Soft-Peeling mit Glykolsäure zur Verbesserung des Hautreliefs zur
fachgerechten Anwendung durch den Dermatologen, nicht zu verwechseln mit
ähnlich lautenden
Bezeichnungen
in kosmetischen Produkten.
Allgemeines:
Peelings auf der Basis von Fruchtsäuren, sogenannte
AHA-Peelings, werden heute immer öfter eingesetzt. Die Fruchtsäuren werden im
allgemeinen aus natürlichen Rohstoffen (Weintrauben, Äpfel, Zitronen, Orangen,
Zuckerrohr, Milch) gewonnen. Im praktischen Umgang wird von den verschiedenen
Fruchtsäuren die Glykolsäure am häufigsten verwendet. Sie wird aus Rohrzucker
gewonnen und ist die am besten erforschte und die am einfachsten anzuwendende
Fruchtsäure. Aufgrund ihrer kleinen Molekülgröße dringt sie besonders gut in
die Haut ein. Glykolsäure bewirkt ein oberflächliches "Soft-Peeling".
Der Säuregrad (pH-Wert) entscheidet über die Intensität des Peelings. In der
Regel ist die Aktivität des Patienten in Freizeit und Beruf im Anschluß an ein
Peeling nicht eingeschränkt.
Einsatzgebiete:
Das Glykolsäure-Peeling ist sehr sicher und flexibel in der
Anwendung. Es kann zur Behandlung bestimmter Akneformen, junger und
oberflächlicher Aknenarben, zur Behandlung von dunklen Pigmentflecken und bei
den Anzeichen vorzeitiger Hautalterung eingesetzt werden.
Die vollständige Peeling-Kur umfaßt, je nach Hauttyp und pH-Wert
der Produkte, 4 - 8 Sitzungen im Abstand von etwa 2 Wochen.
Vorbehandlung:
Dem eigentlichen Soft-Peeling mit Glykolsäure höherer
Konzentration geht eine Vorbereitungsphase von 14 Tagen voraus. In dieser Zeit
wird im Wechsel abends eine Fruchtsäure-Creme und tagsüber eine hydratisierende
Creme aufgetragen. Am Tag des Peelings in der Praxis sollte abends nur eine
hydratisierende, sehr gut verträgliche Creme und Thermalwasser verwendet
werden. Ab dem 2. Tag nach dem Peeling wird dann wieder wie in der
Vorbereitungsphase die vom Dermatologen empfohlene Fruchtsäure-Creme am Abend
und eine hydratisierende Creme tagsüber eingesetzt. In der Zeit des Peelings
und mindestens 4 Wochen danach müssen Sonnenbäder vermieden werden, und in der
sonnigen Jahreszeit sollte ein konsequenter Lichtschutz betrieben werden .
Um den einmal erzielten Effekt zu erhalten, sollte sich eine
Pflegephase anschließen, in der wiederum im Wechsel abends eine
Fruchtsäure-Creme und tagsüber eine hydratisierende Creme aufgetragen wird. Vor
allem bei der vorzeitigen Hautalterung sorgen regelmäßige
Auffrischungs-Peelings im Abstand von 6 - 12 Monaten für einen dauerhaften
Effekt.
Die
Peeling-Sitzung in der Praxis:
Jede Sitzung beginnt mit einer intensiven Reinigung der Haut. Es
ist sehr wichtig, daß man zunächst jegliches Make-up mit einem geeigneten
Reinigungsfluid entfernt. Noch besser ist es, wenn die Patientin
ungeschminkt zur Behandlung erscheint. Nach der Reinigung muß die Haut durch
einen mit Alkohol getränkten Wattebausch entfettet werden. Auf die nun
vorbereitete Haut wird das Peeling-Gel aufgetragen. Die Gel-Konsistenz
ermöglicht ein sicheres und leichtes Verteilen. Nach dem Auftragen kann es zu
einem mehr oder weniger ausgeprägten Prickelgefühl auf der Haut kommen. Je nach
Hauttyp verbleibt das Gel für einige Minuten auf der Haut und wird anschließend
gründlich mit Wasser abgespült und mit Thermalwasser neutralisiert.
Die
Resultate:
Nach der geeigneten Reihe von Soft-Peeling-Sitzungen verbessert
sich die Zellerneuerungsrate der Haut, das Hautbild verfeinert sich, Fältchen
werden gemildert, und der Teint erhält sein früheres Aussehen zurück.
Bei Interesse an dieser
Behandlungsmethode plant die Hautarztpraxis Dr. Koll gerne Ihre individuelle
Behandlung und informiert Sie über den Kostenrahmen.