Photodynamische Therapie (PDT)

Die PDT ist ein modernes therapeutisches Verfahren und eignet sich vor allem zur nichtoperativen Behandlung des sogenannten hellen oder weißen  Hautkrebses. Zu den behandelbaren Tumorarten gehören die Frühformen der Stachelzellkrebse (Spinaliome) und deren Vorstufen (aktinische  Keratosen), flache Basalzellkrebse (Basaliome bzw. Basalzellkarzinome)  und sehr dünne  Karzinome vom Typ des  Morbus Bowen.

Eine Behandlung ist  unbedingt erforderlich, weil im fortgeschrittenen Stadium außer beim Basaliom eine Streuung möglich werden kann.

Es mehren sich die Stimmen, die auch bei der Behandlung von   Warzen eine PDT empfehlen.

Wie funktioniert die PDT?

Die Zellen unseres Körpers werden dauernd erneuert. Die dafür wichtige Erbsubstanz kann z.B. durch langjährige Einwirkung von UV-Strahlen des Sonnenlichts geschädigt werden und es kann daraufhin zur Entartung kommen. Zellen mit Schäden der DNA, der Erbsubstanz also Vorstufen von Krebszellen, nehmen bevorzugt einen bestimmten Stoff, die Aminolävulinsäure (ALA) auf. Aminolävulinsäure (ALA) ist eine natürliche, im menschlichen Körper vorkommende Substanz. Sie hat die Eigenschaft, sich in den krebskranken Hautarealen anzureichern und sich dort in Protoporphyrin (PP) umzuwandeln.  Diese Substanz macht die Zellen extrem lichtempfindlich. Bei Lichteinwirkung provoziert dieser Stoff den Zerfall von Sauerstoffmolekülen in Sauerstoffradikale, und diese sind giftig für die Zelle. Die kranke Zelle stirbt ab. Gesunde Hautzellen werden jedoch weitgehend geschont. Diesen Reparatur-mechanismus der Natur macht man sich mit der PDT zunutze. Wenn es gelingt, das ALA in den krebskranken Hautzellen (durch zusätzliches Auftragen von ALA auf die Haut)  in das hoch lichtempfindliche Protoporphyrin umzuwandeln, können die kranken Zellen durch die nachfolgende Bestrahlung mit grünem oder rotem Licht zerstört werden. Sie werden dann durch nachwachsende gesunde Hautzellen ersetzt.

Praktische Durchführung der PDT

Nachdem ein ALA-Gel mittags auf diezu behandelnde(n) Hautstelle(n) aufgetragen und ein lichtundurchlässiger Verband darüber angelegt.wurde, können Sie die Praxis wieder verlassen. Bitte beachten: Sie sollten sich nach Auftragen
der ALA-Creme weder dem direkten Sonnenlicht aussetzen noch
ins Solarium gehen. Dies gilt auch für die kommenden 1-2 Tage.
Zur Lichtbehandlung kommen Sie am selben Tag nachmittags wieder  in die Praxis. Dann wird die krebskranke Hautstelle mit einem speziellen roten Licht für ca 20 Minuten bestrahlt. Die kranken Zellen werden zerstört und durch neu nachwachsende gesunde Zellen ersetzt. Je nach Stadium ist eine einzige Behandlung nicht immer ausreichend für eine völlige Heilung, sondern manchmal können 2  PDT-Behandlungen erforderlich werden.  Nach der Behandlung kommt es in der Regel  zu einer Abheilung des Hautkrebses innerhalb von Wochen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Das Risiko von Nebenwirkungen ist gering. Während der Behandlung
treten häufig ein sonnenbrandähnliches Brennen, gelegentlich auch
Schmerzen auf. Diese werden bei Bedarf durch Schmerzmittel gelindert. Nach der PDT kann es an den behandelten Hautarealen zu vorübergehenden Rötungen, Braunfärbungen, Schwellungen und der Bildung von Krusten kommen.

Kosten

Die Kosten für die PDT werden von den gesetzlichen Krankenkassen bisher leider nicht übernommen, von den privaten Krankenkassen in der Regel jedoch voll erstattet. Wir informieren Sie gerne, bitte sprechen Sie uns an.